Inhalt und Projektziele

Das Projekt „Slow Region 2.0“ verfolgt das Ziel, die in den vergangenen Jahren entwickelten Ansätze zur Entschleunigung, Nachhaltigkeit und regionalen Identität zu festigen und weiterzuentwickeln. Aufbauend auf bereits erzielten Erfolgen soll ein tragfähiges Modell entstehen, das als strukturell verankerte Entwicklungsstrategie langfristig Wirkung entfaltet. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung eines Kriterienkatalogs, der in der ersten Projektphase primär auf Slow-Produkte ausgerichtet war. Dieser soll nun systematisch ausgebaut und auch auf Betriebe, Institutionen und Gemeinden anwendbar gemacht werden. Ziel ist ein praxisorientiertes Werkzeug, das Slow-Qualitäten transparent macht, Orientierung bietet und eine objektive Bewertung ermöglicht.

Ein zentrales Ziel ist die Stärkung der regionalen Slow-Community. Bereits bestehende Netzwerke – etwa rund um das Slow-Food-Convivium, Streuobstinitiativen oder Schulgartenprojekte – sollen ausgebaut, professionell begleitet und besser vernetzt werden. Dabei geht es um die Gründung einer strukturell verankerten „Slow-Region-Gemeinschaft“, die als Trägerin des Konzepts fungiert und die weitere Entwicklung koordiniert. Auch thematisch wird das Projekt erweitert. Bestehende Schwerpunkte wie regionale Ernährung oder Streuobst werden ergänzt durch zentrale Zukunftsthemen wie Biodiversität, Baukultur, Klimaresilienz und soziale Inklusion. Ziel ist eine regionale Biodiversitätsstrategie, die nicht nur ökologische Vielfalt sichert, sondern auch in Bildung, Raumplanung und Alltagsbewusstsein verankert wird. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Bildungsbereich. Aufbauend auf bisherigen Aktivitäten werden neue Formate für Kinder und Jugendliche entwickelt – darunter Naturausgänge, Workshops und praktische Lerneinheiten. Dabei sollen Themen wie Ernährung, Naturerfahrung und nachhaltige Lebensweise niederschwellig, aber wirkungsvoll vermittelt werden. Ein wesentliches Ziel ist zudem die Markenbildung der Slow Region. Durch den Aufbau einer konsistenten, nach innen wie außen wirksamen Kommunikationsstrategie soll das Profil der Region geschärft und ein starkes, identitätsstiftendes Selbstbild vermittelt werden. Dazu zählen ein einheitliches Erscheinungsbild, klare Kommunikationslinien sowie öffentlichkeitswirksame Vermittlungsformate. 

Begleitend dazu werden kulinarische Veranstaltungen konzipiert und durchgeführt, die regionale Produkte, Produzent:innen und deren Geschichten in den Mittelpunkt stellen. Ebenso sind Studienreisen in andere Regionen geplant, die ähnliche Ansätze verfolgen – zum Wissenstransfer und zur Vernetzung. Zudem verfolgt das Projekt das Ziel, das Prinzip der Entschleunigung in unterschiedliche Lebensbereiche zu tragen – sei es im Bildungswesen, im Konsumverhalten oder im sozialen Miteinander. Die Förderung der sozialen Interaktion in der Region steht dabei ebenso im Zentrum wie die Stärkung psychischer und sozialer Resilienz. Die Slow-Idee soll zu einem selbstverständlichen Bestandteil des regionalen Alltags werden. Mit diesen Maßnahmen wird „Slow Region 2.0“ zu einem ganzheitlichen Entwicklungsmodell, das ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte miteinander verbindet. Die Region wird gestärkt – nicht nur als Lebensraum, sondern als lebendiges Beispiel für zukunftsfähige ländliche Entwicklung.

Projektträger

LAG Hügel- und Schöcklland

Durchführungszeitraum

12.09.2023 bis 11.09.2026

Projektfinanzierung

Gesamtkosten: € 244.105,92

Fördersatz: 60%

Förderbetrag: € 146.463,55

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