LEADER - einfach erklärt

Broschüre LEADER wirkt von der LEADER-Region Hügel- und Schöcklland.

Seit über 30 Jahren gestalten Menschen in ländlichen Regionen ihre Heimat aktiv mit – dank LEADER. Das Prinzip dahinter: Regionen entscheiden selbst, die Europäische Union gibt den Rahmen vor. Was das Programm ausmacht und welche Projekte gefördert werden, erfahren Sie hier.

LEADER klingt wie ein englisches Wort, ist jedoch eine Abkürzung aus dem Französischen. Es steht für „Liaison entre actions de développement de l'économie rurale" – frei übersetzt: verbindende Maßnahmen, um die ländliche Wirtschaft weiterzuentwickeln.  

LEADER bringt ländliche Regionen voran – durch Kooperationen, innovative Projekte und Maßnahmen, die Wirtschaft, Infrastruktur und Lebensqualität nachhaltig verbessern.

Das LEADER Programm im Detail

LEADER ist ein europaweites Programm und Teil des GAP-Strategieplans für Österreich. GAP steht für „Gemeinsame Agrarpolitik“ – der agrarpolitische Rahmen der EU für die Entwicklung ländlicher Räume.


Europaweit gibt es über 3.500 LEADER-Regionen, in Österreich mehr als 80, in der Steiermark über 15. Die Finanzierung läuft über drei Ebenen. 62 Prozent zahlt die EU, je 19 Prozent steuern Bund und Länder bei. Das Besondere: Die EU fördert Regionen direkt, wenn sie die Rahmenbedingungen erfüllen und mit einer durchdachten Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) überzeugen.

   
Ist eine Region qualifiziert, startet die Umsetzung. Mindestens zweimal im Jahr gibt es einen Förderaufruf, auch „Call“ genannt – eine öffentliche Einladung an alle, innovative Projektideen einzureichen. Bürger:innen, Vereine, Gemeinden und Unternehmen können mitmachen. Wenn ein Vorhaben zur Lokalen Entwicklungsstrategie passt, definierte Formal- und Qualitätskriterien erfüllt und eine positive Bewertung in den zuständigen Gremien erhält, fließt Geld von EU, Bund und Land. Gefördert werden – je nach inhaltlicher Ausrichtung – zwischen 40 und 80 Prozent der Projektkosten.

Mehr zu Projekteinreichung und Fördermitteln 

So arbeitet LEADER: Bottom-up-Ansatz

Beim Bottom-up-Ansatz entstehen Ideen und Projekte direkt in der Region – nicht in Verwaltungsbüros. Die Menschen vor Ort wissen am besten, was ihre Heimat braucht. Sie entwickeln die Vorhaben, setzen sie um und tragen sie langfristig.

Ihr Weg zum LEADER-Projekt

LEADER fördert Ideen, die in der Region etwas bewegen. Entscheidend sind neue Ansätze, Zusammenarbeit und langfristige Wirkung. Unterstützt wird, was zu den Vorgaben der Europäischen Union passt und diese Kriterien erfüllt. 

Ein LEADER-Projekt sollte:

• an den Zielen der Lokalen Entwicklungsstrategie anknüpfen
• neu für die Region sein
• einen klaren Nutzen vor Ort bringen
• unterschiedliche Akteur:innen zusammenbringen
• nachhaltig wirken  

Zusätzlich muss das Vorhaben mindestens zu einem der Themenfelder der Lokalen Entwicklungsstrategie  passen:

• Slow-Region: Kulinarik, Regionsläden, Streuobst, Natur
• Kultur-Region: Kunst, Kultur, Brauchtum, Vernetzung Kulturschaffender
• Kneipp-Region: Gesundheit, Barrierefreiheit 
• Erlebnis- und Freizeitregion: Naherholung, Sport, Bewegung, Marketing & PR
 

LAG-Team Kerstin Lieb und Nora Ruhri, Hügel- und Schöcklland.

Wir sind für Sie da!

Sie möchten ein Projekt einreichen oder haben Fragen? Das Team im LEADER-Büro Hügel- und Schöcklland in der Gemeinde Laßnitzhöhe berät Sie gerne.

Jetzt im LEADER-Büro informieren

Häufige Fragen zu LEADER

Für wen ist LEADER gedacht?

LEADER richtet sich an Menschen und Organisationen, die ihre Region aktiv weiterentwickeln wollen. Das Programm ist Teil der Förderpolitik der Europäischen Union für den ländlichen Raum und wird in Österreich regional umgesetzt.
 

Wer kann mitmachen?

Mitmachen können unter anderem Vereine, Initiativen, Unternehmen, Gemeinden und Bildungseinrichtungen. Auch Privatpersonen können unter bestimmten Voraussetzungen Projektideen einbringen.
 

Welche Projekte haben Chancen auf Förderung?

Gefördert werden Vorhaben, die einen klaren Nutzen für die Region bringen, neuartig sind, mehrere Partner:innen einbinden und langfristig wirken. Wichtig ist außerdem, dass das Projekt zur Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) passt.

Für wen ist LEADER besonders geeignet?

Für Initiativen mit regionaler Wirkung, neue Ideen und Pilotprojekte, Kooperationen verschiedener Akteur:innen sowie Projekte, die die Lebensqualität im ländlichen Raum verbessern.   
 

Für wen ist LEADER weniger geeignet?

Für reine Privatprojekte ohne öffentlichen Nutzen, Vorhaben außerhalb des ländlichen Raums, Projekte ohne Bezug zur Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) oder bereits begonnene Maßnahmen.
 

Kann ich meine Idee vorab besprechen?

Ja. Interessierte werden ermutigt, frühzeitig Kontakt mit dem regionalen LEADER-Management aufzunehmen. Dort gibt es eine kostenlose Beratung zu Förderfähigkeit, dem Ablauf und den nächsten Schritten.

Wann kann ich ein Projekt einreichen?

Projektideen können im Rahmen von Förderaufrufen (Calls) eingereicht werden. Diese finden mindestens zweimal im Jahr statt. Die aktuellen Termine und Fristen finden Sie auf unserer Website.

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