604-54/18 Kneipp in Schulen - Istzustand und Umsetzungsstrategien

Stärkung der für das Gemeinwohl wichtigen Strukturen und Funktionen...

Laufzeit: 21.03.2018-31.07.2018

office@kneippbund.at

Kneipp in Schulen.

604-54/18 Kneipp in Schulen - Istzustand und UmsetzungsstrategienHSL-604-2018-07

Gesundheit wird im Hügel- und Schöcklland großgeschrieben. Um hier auf dem letzten Stand zu sein wurde dieses Projekt initiiert, das wissenschaftlich den Ist-Zustand von derzeitigen Schulprojekten erhebt. Darauf aufbauend entstand eine zweite wissenschaftliche Arbeit, die die Kneippschen Prinzipien nachhaltig und effektiv in den Lehrplan einbaut. Damit konnte die Gesundheitsbildung der Kindergärten und der Schulen in der Region auf ein neues Niveau gehoben werden.

Ziel ist es, gesundheitsfördernde Maßnahmen nach den Kneippschen Prinzipien in österreichischen Schulen zu integrieren sowie Umsetzungsmaßnahmen zu erstellen und langfristig etablieren. Dafür werden zwei wissenschaftliche Arbeiten aufgebaut. Die erste Arbeit beschäftigt sich vor allem mit der Erhebung des Ist-Zustandes von derzeitigen Schulprojekten mit gesundheitsfördernden Schwerpunkten. Dies beinhaltet u.a. eine detailliere Literaturrecherche und ein Meilenstein dieser ersten Phase ist die Erstellung eines "state of the art" Kriterienkataloges, um Stärken und Schwächen vorhandener Gesundheitsprojekte gegenüberstellen zu können. Die daraus resultierenden Ergebnisse dienen als Basis und Output für die zweite wissenschaftliche Arbeit. Zu den Kernpunkten der zweiten Arbeit zählen u.a. die Erstellung von ganzheitlichen, gesundheitsfördernden Umsetzungsstrategien in Anlehnung der Kneippschen Prinzipien, der eruierte Kriterienkatalog und die Implementierung der Fachliteratur. Hier ist ein Meilenstein, die Konzeptionierung eines Gesundheitsprogramms, welches die Kneippschen Prinzipien nachhaltig und effektiv in den Lehrplan einbaut. Der Output soll sein, dass Schulen in der Region und in ganz Österreich durch interaktive Gesundheitsprogramme auf ein höheres Niveau gehoben werden, um der negativen Gesundheitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig entgegenzuwirken.

604-54/18 Kneipp in Schulen - Istzustand und Umsetzungsstrategien

Ziel ist es, gesundheitsfördernde Maßnahmen nach den Kneippschen Prinzipien in österreichischen Schulen zu integrieren sowie Umsetzungsmaßnahmen zu erstellen und langfristig etablieren. Dafür werden zwei wissenschaftliche Arbeiten aufgebaut. Die erste Arbeit beschäftigt sich vor allem mit der Erhebung des Ist-Zustandes von derzeitigen Schulprojekten mit gesundheitsfördernden Schwerpunkten. Dies beinhaltet u.a. eine detailliere Literaturrecherche und ein Meilenstein dieser ersten Phase ist die Erstellung eines "state of the art" Kriterienkataloges, um Stärken und Schwächen vorhandener Gesundheitsprojekte gegenüberstellen zu können. Die daraus resultierenden Ergebnisse dienen als Basis und Output für die zweite wissenschaftliche Arbeit. Zu den Kernpunkten der zweiten Arbeit zählen u.a. die Erstellung von ganzheitlichen, gesundheitsfördernden Umsetzungsstrategien in Anlehnung der Kneippschen Prinzipien, der eruierte Kriterienkatalog und die Implementierung der Fachliteratur. Hier ist ein Meilenstein, die Konzeptionierung eines Gesundheitsprogramms, welches die Kneippschen Prinzipien nachhaltig und effektiv in den Lehrplan einbaut. Der Output soll sein, dass Schulen in der Region und in ganz Österreich durch interaktive Gesundheitsprogramme auf ein höheres Niveau gehoben werden, um der negativen Gesundheitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig entgegenzuwirken.

Ausgangssituation und Problemstellung:

Der Österreichische Kneippbund bietet das Konzept "Kneipp macht Schule" Schulen, Gemeinden, Regionen in Kooperation mit lokalen Kneipp-Aktiv-Clubs an. Sebastian Kneipp als Namensgeber - die Historie Schwerpunktprogramm des Kneippbundes ist das fünfgliedrige Kneipp-Programm, das sich dem Namen nach von Sebastian Kneipp (1821-1897), Pfarrer in Bad Wörishofen, herleitet. Sebastian Kneipp hatte aufgrund eigener Erfahrungen ein Therapie-Konzept, bestehend aus den 5 Säulen Wasseranwendungen, Heilpflanzen, Ernährung, Bewegung und Lebensordnung , entwickelt, das es ihm ermöglichte, der armen Landbevölkerung in seinem Pfarrbezirk Anleitungen zur Behandlung von Krankheiten und zur Wiedererlangung der Gesundheit zu geben. Er bezog Ärzte und Apotheker als Berater ein und legte vor allem mit der Gründung des Kneipp-Ärztebundes den Ärzten die Bewahrung und Weiterentwicklung seines Konzepts ans Herz. Sebastian Kneipp absolvierte zahlreiche Vortragsreisen in Deutschland, Österreich, Schweiz, die von Tausenden Menschen besucht wurden, veröffentlichte mehrere Bücher, die zu Weltbestsellern wurden und bis heute publiziert werden (Meine Wasserkur 1886, So sollt ihr leben 1889, Mein Testament für Gesunde und Kranke 1894, u.a.). Er gründete die ersten Kneippvereine in Deutschland und Österreich. Das Programm "Kneipp im Kindergarten" wurde 2006 eingeführt, das Konzept "Kneipp macht Schule" 2013. Seitdem wurden etwa 750 Kneipp-Kindergarten-Pädagogen/innen, - Betreuerinnen und TagesmütterlTagesväter, 130 VS- und NMS-Lehrer/innen, sowie Sonderschulpädagogen/innen von 2 Ausbildungsteams ausgebildet. 70 Kindergärten sowie 2 Schulen sind Kneipp-zertifiziert. Das Zertifizierungssystem setzt die Basisausbildung der Pädagogen/innen einer Einrichtung, eine 2-jährige Projekt-Erarbeitungsphase, die Teilnahme an den Fortbildungsangeboten und Workshops des Kneippbundes sowie eine Begutachtung der Projektmappe durch den Bundesvorstand als Voraussetzung der Zertifizierung einer Einrichtung voraus. Zahlreiche Kindergärten und Schulen nehmen an den Programmen "Kneipp-im Kindergarten" und "Kneipp macht Schule" in Österreich teil und schlagen den Weg in Richtung KneippZertifizierung ein.

Ziele und Zielgruppen:

Ziel ist es, im Sinne einer spezifischen Gesundheitsförderung im Setting Schule Schülern/innen und Lehrern/Lehrerinnen Methoden zu vermitteln, wie man die Leistungsfähigkeit verbessern sowie Stress nachhaltig reduzieren kann. Oberste Priorität haben weiters Gesundheitserziehung und -ökonomie. Durch die primäre Prägung in der Schule werden Jugendliche zu Multiplikatoren und in Richtung Gesundheitsvorsorge nachhaltig sensibilisiert. Es gilt mit effektiven erprobten ganzheitlichen Methoden Trends entgegenzuwirken: Adipositas nimmt bei Kindern und Jugendlichen dramatisch zu. So sind bei österreichischen Kindern und Jugendlichen im Alter von 6-15 Jahren rund 17- 18% der Mädchen und 20-21 % der Knaben übergewichtig oder adipös. Bewegungsmangel und Belastung durch Disstress sind schon von der Kindheit an dokumentierte Parameter, die die Gesundheit negativ beeinflussen. Laut Gesundheitsbefragung 2014 (Statistik Austria) klagen nach Angaben der Eltern 27 % der Buben (bis 17 Jahre) und 20 % der Mädchen (bis 17 Jahre) über Unruhezustände und Überaktivität. 19 % der Mädchen und ca. 13 % der Buben klagen über Kopf- und Bauchschmerzen. Fakt ist auch, dass Österreichs Erwachsene immer dicker werden. Seit 1991 ist die Anzahl an adipösen (BMI >30 kg/m2 ) Männern und Frauen deutlich gestiegen. Kommt es zu einem erhöhten BMI-Wert, können Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes oder Schlaganfälle auftreten (Dorner, Adipositasepidemiologie in Österreich, 2015). Um diesen Entwicklungen auch nachhaltig entgegenwirken zu können, bedarf es der Durchführung von interdisziplinären Projekten und Konzepten. Dies setzt zunächst eine genaue Literaturrecherche sowie eine Erhebung des Ist-Zustandes voraus und führt im weiteren Schritt zur Erarbeitung von Umsetzungsmodellen nach den Prinzipien von "Kneipp macht Schule". Mit Hilfe des 5-gliedrigen Kneipp-Programms werden Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern grundlegende Kenntnisse in Theorie und Praxis vermittel

  • über kurze Temperaturreize (Wasseranwendungen),
  • über die Wirkung und sachgerechte Einsatzweise von Heilpflanzen,
  • über bedarfsangepasste Ernährung unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse der Jugendlichen sowie den zu bevorzugenden Konsum von regionalen/produktionsnahen Lebensmitteln,
  • über gezielte Bewegung zur Prävention von Haltungsproblemen und zum Ausdauertraining und
  • über einen gesundheitsfördernden Lebensrhythmus, insbesondere auch in Bezug auf die Benutzung digitaler Medien.

Sowohl Schüler/innen, Lehrer/innen als auch Eltern werden in das Projekt miteinbezogen, sodass eine Gesundheitsförderung vieler in der Region lebenden Menschen erreicht wird. Das 3-jährige Konzept wird wissenschaftlich begleitet, evaluiert und dokumentiert. Dadurch kann die Effektivität und Nachhaltigkeit gewährleistet werden. "Kneipp macht Schule" soll darüber hinaus das Wissen um Gesundheitsvorsorge und einen gesundheitsfördernden Lebensstil auch in die Familien und Betriebe tragen, um so die Einstellung zur Gesundheit in einer ganzen Region positiv zu beeinflussen.

Ausführliche Beschreibung der geplanten Aktivitäten, Meilensteine, erwartete Wirkungen, Outputs:

Der Österreichische Kneippbund hat sich zum Ziel gesetzt, gesundheitsfördernde Maßnahmen nach den Kneipp-Prinzipien in den österreichischen Schulen zu integrieren sowie Umsetzungsmaßnahmen zu erstellen. Der Fokus ist zielgruppenorientierte Gesundheitsförderungsprogramme in österreichischen Bildungseinrichtungen langfristig zu etablieren. Dafür werden zwei wissenschaftliche Arbeiten aufgebaut. Die vorwiegenden Projektaktivitäten belaufen sich auf die Erhebung des Ist-Zustandes von derzeitigen Schulprojekten mit gesundheitsfördernden Schwerpunkten (Bakk.- Arbeit 1). Dazu wird eine detailliere Literaturrecherche der Projektberichte, Studien und weiterer Fachliteratur, wie Bücher, Fachzeitschriften, Diplomarbeiten und wissenschaftlich fundierte Artikel aus dem Internet durchgeführt. Ein Meilenstein dieser ersten Projektphase ist die Erstellung eines "state of the arte" Kriterienkataloges, um gezielt die Stärken und Schwächen vorhandener Gesundheitsprojekte gegenüberstellen zu können. Die daraus resultierenden Ergebnisse dienen als Basis und Output für die zweite Projektphase (Bakk.- Arbeit 2). Zu den Kernpunkten im zweiten Projektteil zählen u.a. die Erstellung von ganzheitlichen, gesundheitsfördernden Umsetzungsstrategien in Anlehnung der Kneippschen Prinzipien, der eruierte Kriterienkatalog und die Implementierung der Fachliteratur. Hier ist ein Meilenstein, die Konzeptionierung eines didaktisch klug durchdachten Programmes, welches die KneippPrinzipien nachhaltig und effektiv in den Lehrplan, ohne zusätzlichen Aufwand für den Lehrkörper einbaut. Ein wünschenswerter Output ist, die regionale, als auch die österreichische Schullandschaft durch interaktive Gesundheitsprogramme auf ein höheres Niveau zu heben, um wie bereits erwähnt, der aktuellen problematischen Gesundheitsentwicklung der Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltig entgegenzusteuern. Die Inhalte der beiden wissenschaftlichen Arbeiten werden wie folgt aufgegliedert: Bakk.-Arbeit

  • Eruierung des Ist-Zustandes und Datenerhebung (Schulen in Österreich, Schulen mit Gesundheitsprogrammen, internationaler Vergleich, Zielgruppe Jugendliche)
  • Detaillierte Literatur-Erhebung, Gesundheitsprojekt in Schulen mit Nachhaltigkeit und Effektivität

Erstellung eines "state of the art" Kriterienkataloges; Bakk.-Arbeit 2:

  • Erstellung von ganzheitlichen Umsetzungsstrategien nach den Prinzipien "Kneipp macht Schule"
  • Erarbeitung von Umsetzungsmodellen mit ganzheitlichen gesundheitsorientierten Ansätzen in österreichischen Ausbildungsinstituten
  • Aufbau eines Expertengremiums • Eruierung und Konzeptionierung von Maßnahmen zur Qualitätssicherung und
  • nach heutigen Gesundheitsausbildungen in Österreich