604-55/18 Revitalisierung Holzapfel - Phase II

Stärkung der für das Gemeinwohl wichtigen Strukturen und Funktionen…

Laufzeit: 01.04.2018-31.12.2018

isop@isop.at

Am Holzapfelhof in Kainbach bei Graz

604-55/18 Revitalisierung Holzapfel - Phase IIHSL-604-2018-06

Mit diesem Projekt wird ein weiterer wichtiger Schritt zur Sanierung und Attraktivierung des Holzapfelhofes gesetzt. Aufbauend auf dem Prinzip der solidarischen Landwirtschaft entsteht hier eine biologische Landwirtschaft, die Arbeitsplätze für Menschen in prekären Situationen schafft.

Die infrastrukturellen Maßnahmen umfassen die Aufbereitung des Brunnenwassers, um den Hof mit Trink- und Nutzwasser versorgen zu können. Um das Arbeiten am Hof auch in den kalten Jahreszeiten sicherzustellen, wird ein Kamin in den bestehenden Wirtschaftsraum eingebaut werden. Der landwirtschaftliche Betrieb soll in einen Bio-Betrieb umgewandelt werden, dafür ist geplant einen notwendigen Kontrollvertrag abzuschließen. In weiteren zwei Jahren kann der Holzapfel seine Produkte dann als Bio-Produkte verkaufen. Im Sinne des Holzapfel-Gesamtkonzeptes wird ein, auf das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft basierendes, Vertriebskonzept erarbeitet. Solidarische, biologische Landwirtschaft, die Arbeitsplätze für Menschen in prekären Situationen schafft und dadurch biologische Vielfalt und natürliche Lebensgrundlagen schützt, soll die Zukunft des Holzapfels sein.

604-55/18 Revitalisierung Holzapfel - Phase II

Die infrastrukturellen Maßnahmen umfassen die Aufbereitung des Brunnenwassers, um den Hof mit Trink- und Nutzwasser versorgen zu können. Um das Arbeiten am Hof auch in den kalten Jahreszeiten sicherzustellen, wird ein Kamin in den bestehenden Wirtschaftsraum eingebaut werden. Der landwirtschaftliche Betrieb soll in einen Bio-Betrieb umgewandelt werden, dafür ist geplant einen notwendigen Kontrollvertrag abzuschließen. In weiteren zwei Jahren kann der Holzapfel seine Produkte dann als Bio-Produkte verkaufen. Im Sinne des Holzapfel-Gesamtkonzeptes wird ein, auf das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft basierendes, Vertriebskonzept erarbeitet. Solidarische, biologische Landwirtschaft, die Arbeitsplätze für Menschen in prekären Situationen schafft und dadurch biologische Vielfalt und natürliche Lebensgrundlagen schützt, soll die Zukunft des Holzapfels sein.

Ausgangssituation und Problemstellung:

Das Projekt „Revitalisierung Holzapfel“ soll das Wiederbeleben eines seit 2014 stillgelegten, in der Region verankerten landwirtschaftlichen Betriebes ermöglichen, in dem auf gegenwärtige Herausforderungen mit einer innovativen Projektidee geantwortet wird. Eine innovative Nutzung des Hofes liegt im Interesse des Eigentümers, weshalb dieser auch an den Projektträger ISOP (seit 30 Jahren Träger von innovativen Sozialprojekten in der Steiermark, im Auftrag von Land, AMS, EU u.v.a. Förderstellen) zur Entwicklung eines Konzeptes herangetreten ist, um den landwirtschaftlichen Betrieb mit einer sozialen, nachhaltigen und innovativen Nutzung im Sinne einer win-win-win Situation zu Verknüpfung. Für den Hof, für die Region und für die soziale Einrichtung. Kainbach bei Graz entwickelte sich, wie der Großteil der Gemeinden der LEADER Region, immer mehr zu einer Wohngemeinde, in der es, durch die Nähe zu Graz, zu großen Pendlerbewegungen kommt. Sowohl für Arbeit, als auch für Schule und Ausbildung pendelt die Bevölkerung nach Graz. Regionale Arbeitsplätze und Bildungsmöglichkeiten sind rar. Lokale Nahversorgung wurde durch neue Nahversorgungszentren am Rande der Stadt verdrängt. Dieser Entwicklung soll mit dem „Revitalisierung Holzapfel“ ein Projekt entgegengesetzt werden, das auf den Bedarf der Region nach Diversität, in der ökologischen Landwirtschaft, im regionalen Nahversorgerangebot, in Integration durch Arbeit und in Bildung und Sensibilisierung reagiert und Antworten findet. Der langen Geschichte des „Holzapfels“ in der Gemeinde soll durch dieses Projekt ein neues Kapitel hinzugefügt werden, dass durch Angebote, Aktivitäten und Vernetzung einen Mehrwert für die Gemeinde Kainbach, ihr Umland und die gesamte Region sein soll.

Ziele und Zielgruppen:

Die Revitalisierung des Hofes soll den Aufbau einer solidarischen Landwirtschaft im Sinn eines Biodiversitätsansatzes ermöglichen. Die Ansätze „Nachhaltigkeit - natürliche Kreisläufe am Leben erhalten“ und „Saisonalität – Gemüse, das in Saison ist“ werden die Arbeit am Hof prägen. Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Produkte sollen als regionale Warenkörbe ab Hof oder am lokalen Bauernmarkt oder in Zustellung angeboten werden und somit den „Holzapfel“ als Nahversorger in der Region etablieren. Weiteres sollen andere Einrichtungen der Region als Abnehmer der regionalen und saisonalen Produkte gewonnen werden. Im Sinn der Slow Region soll durch gezielte Aktivitäten, wie Schaugarten, Sinnesschulungen, Garten als Lernort, Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für ökologische, nachhaltige Landwirtschaft zum einen und Vielfalt und ein positives Miteinander zum anderen, umgesetzt werden. Durch den Ansatz „Integration durch Arbeit“, werden am Hof Arbeitsplätze sowohl für arbeitsmarktferne Personen als auch für landwirtschaftliches Fachpersonal geschaffen. Mittelfristig soll der Hof auch für Kulturprojekte mit Integrationscharakter als Ort der Begegnung und des Miteinanders unter Einbindung der unterschiedlichen Kulturinitiativen und Gruppierungen der Gemeinde fungieren. Einen Ort für die Naherholung mit kulturellen und kulinarischen Angeboten, an dem gelungene Kulturarbeit gemacht werden kann, über die einengenden sozialen, ethnisierenden, nationalistischen und geschlechtsspezifischen Grenzziehungen, von denen unser Zusammenleben so oft geprägt ist, hinaus.

Ausführliche Beschreibung der geplanten Aktivitäten, Meilensteine, erwartete Wirkungen, Outputs:

Zur Umsetzung wird das Projekt in verschiedene Phasen eingeteilt. Die Entwicklung einer angemessenen Infrastruktur für den Aufbau der ökologischen Landwirtschaft wird in dieser Phase ein Schwerpunkt sein. In die eingereichte Projektphase gehören die Bereitstellung von Trinkwasser und die Errichtung eines Kamins. Die Sicherstellung von Trinkwasser am Hof ist eine der wichtigsten infrastrukturellen Maßnahmen, um das Weiterarbeiten am Hof zu gewährleisten. Mit der Errichtung eines Kamins wird die Arbeit auch in den kalten Monaten sichergestellt. Aus diesem Grund soll das Brunnenwasser aufbereitet, und in das bestehende Stallgebäude einen Kamin eingebaut werden, um dann den landwirtschaftlichen Arbeitsraum mit einem Tischherd beheizen zu können. Bei allen Arbeiten werden Ressourcen in Unternehmen und Arbeitskräfte vor Ort berücksichtigt.

Um das, wie in der Gesamtvision des Projektes beschriebene Ziel, nachhaltig, biologische Produkte am Hof erzeugen zu können und diese auch entsprechend vermarkten zu können, wird in dieser Phase auch ein Vertrag zur Bio-Zertifizierung abgeschlossen. Langfristig soll damit das Vermarktungskonzept, welches ebenfalls in dieser Phase erarbeitet werden soll, nach dem Prinzip der solidarischen Landwirtschaft, erarbeitet und aufgebaut werden. Bei der solidarischen Landwirtschaft handelt es sich um eine partnerschaftliche Gemeinschaft zwischen dem produzierenden Hof und den AbnehmernInnen, bei der sowohl Erträge als auch Risiken geteilt werden. Diese Form der Landwirtschaft sichert kleinbäuerliche, vielfältige Betriebsstrukturen, fördert den Aufbau einer lokalen Versorgungsökonomie, erhält die bäuerliche Struktur in der Region und schützt damit biologische Vielfalt und natürliche Lebensgrundlagen. Sie ermöglicht eine aktive Beteiligung an einer gesunden Form der Lebensmittelerzeugung, versorgt die Region mit frischen Lebensmitteln und unterstützt eine sinnvolle Art der Landnutzung und Kulturlandschaftspflege. Für den Betrieb bedeutet sie bedarfsgerechte Erzeugung, Streuung von Verantwortung und Risiko und Kostendeckung währende der Herstellung und nicht erst nach Verkauf der Waren. Auf allen Seiten also eine win-win-win Situation.