J.J. Fux

Johann Joseph FuxÖsterreichs bedeutendster Komponist der Barockzeit


Gedenktafeln in Langegg und St. Marein erinnern an den Geburtsort und die erste Wirkungsstätte


Johann Joseph Fux wurde um das Jahr 1660 in Hirtenfeld geboren, genau lässt sich das nicht mehr feststellen, denn Taufmatrikeln wurden in St. Marein erst ab 1663 eingeführt. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen kam J. J. Fux 1680 im Alter von 20 Jahren an die Jesuitenuniversität in die ehemalige Residenzstadt Graz und wurde ein Jahr später am Ferdinandeum aufgenommen. Das war ein wichtiger Schritt in seinem Leben, denn die "Ferdinandisten" verdienten sich ihren Freiplatz an der Universität durch ihre Mitwirkung an der Dommusik. Damit hatte er die Weichen für sein Leben gestellt. Musiker wollte er werden und als Organist hat er sich in den Jahren 1685 - 1687 dann auch das Jus-Studium an der Ingolstädter Universität verdient. Seine ersten Kompositionen stammen ebenfalls aus dieser Zeit.

1669 heiratete er, nunmehr Organist der Schottenkirche in Wien, die Tochter eines Hofkammerkonzipisten. 1698 wurde Fux, dessen Talent augenscheinlich dem Kaiser aufgefallen war, zum Hofkomponisten, fünf Jahre später zum Vizehofkapellmeister und 1715 zum Hofkapellmeister ernannt.j

Seinen Kaisern hat er im Laufe seines Lebens mehr als 500 Werke geschrieben: Motetten, Oratorien, Orchester- und Kammermusik, Klavierwerke und 18 Opern, darunter Werke wie "Angelica, vincitrice di Alcina". Anhaltenden Ruhm begründete aber sein 1725 in Wien gedrucktes Werk "Gradus ad Parnassum" einem Lehrbuch für Kontrapunktik und Fuge - in Bearbeitungen und Adaptierungen auch heute noch in Gebrauch.

J. J. Fux starb im Jahre 1741. Gedenktafeln in Langegg und St. Marein erinnern noch heute an den  wohl bedeutendsten Sohn des Hügellandes.

 
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