Streuobst Aktuell


Streuobstaktion 2010


Die für das Hügelland landschaftstypischen Streuobstwiesen, die sich harmonisch in die Natur einfügen, und damit verbunden auch einen erheblichen Erholungswert darstellen, gilt es unbedingt zu erhalten und möglicherweise durch Neupflanzungen auszuweiten.

Seitens der Gastronomie, der EndkonsumentInnen, der Saft-, Brand- und MostherstellerInnen gibt es immer wieder Anfragen, wo schmackhafte, alte Apfelsorten zu beziehen sind. Das heißt, die Nachfrage ist da und kann im Rahmen gezielter Kooperationen ausgebaut werden.

Eine Möglichkeit der weiteren Nutzung von Streuobstwiesen wäre die Beweidung: hier wären Ziegen denkbar, da Ziegenprodukte noch nicht sehr verbreitet produziert werden, die Nachfrage nach Milch, Käse, Fleisch etc. aber ebenfalls gegeben wäre, wie z. B. im heilmedizinischen bzw. Wellnessbereich, in der Gastronomie etc.

In diesem Sinn wäre ein Produktentwicklungsphase, sowohl aus dem Rohproduktstreuobst, als auch von ergänzenden Produkten (Ziegen), sinnvoll. In diesen Bereichen könne sich DirektvermarkterInnen Marktnischen öffnen und damit auch entsprechende Preise erzielen.

Der Bestand an Streuobstwiesen soll erhalten werden, gleichzeitig müssen aber auch ökonomische Faktoren wie die Preisgestaltung und der Absatzmarkt für die Produkte mitbedacht werden, da eine Streuobstwiese einen wesentlichen Mehraufwand als die Plantagenpflanzung mit sich bringt. Angedacht werden sollen auch Neu- bzw. Nachpflanzungen.

Anforderungen an Streuobstprojekt aus regionaler und fördertechnischer Sicht:
- Hochstamm
- Logistische Abwicklung von Sammelbestellung mit entsprechenden Preisen über 
  Gemeinden (niedrige Preise müssen an Landwirte weitergegeben werden.)
- Pflege (einzäunen, mulchen, mähen, Krankheiten etc.) über mind. 5 Jahre 
  unterschriebene Vereinbarung.
- Nachnutzung: Produkte, Öffentliche Nutzung
- Lage: nahe Schulen, öffentlichen Plätzen/Einrichtungen etc.

 

Gemeindeportraits